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22.03.2018 Praxis

Eine entsprechende Werbung von Fußpflegern ohne solche Qualifizierung ist irreführend und damit wettbewerbswidrig, wie das Oberlandesgericht (OLG) Hamm entschied.

Im vorliegenden Fall hatte eine Podologin gegen die Werbung einer konkurrierenden Fußpflegerin geklagt. Diese Frau hatte in einer Zeitschrift mit ihrem Namen und dem Zusatz „Praxis für medizinische Fußpflege“ geworben, obwohl sie keine medizinische Fußpflegerin ist. (Az. I-4 U 60/10). Die Richter in Hamm gaben der Podologin Recht: Mit der Behandlung durch eine Podologin werde eine bestimmte Qualitätsvorstellung verbunden. Ob im Einzelfall erfahrene Fußpfleger Leistungen derselben oder einer besseren Qualität erbringen könnten, sei nicht entscheidend.

Maßgeblich sei vielmehr, dass der Gesetzgeber zum Schutze der Gesundheit der Bevölkerung mit der Einführung des geschützten Heilberufs einen Mindeststandard setzen wollte, der im allgemeinen nur von einer ausgebildeten Polologin erreicht werde.

Herzliche Grüße
Ihre Podologin
Katrin Arnold-Nagler

Quelle: aerzteblatt.de


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Insbesondere bei der Prävention diabetischer Fußläsionen spielt die Pflege trockener und rissiger Fußhaut eine wichtige Rolle. Die oft geäusserten Befürchtungen, mit lipidreichen Externa die «Hautatmung» zu behindern oder die Wärmeregulation zu beeinträchtigen, sind unbegründet. Zudem wird durch diese Externa keine vollständige Okklusion erreicht, wie eine Studie belegen konnte.

Die Fußsohlen sind frei von Talgdrüsen. An den Fußrücken liegen nur etwa zwei Drüsen pro qcm im Gegensatz zu 100 pro qcm am Rumpf oder 400 – 900 pro qcm am Kopf und im Gesicht. Die Geschmeidigkeit der Haut kann dementsprechend nur durch die epidermalen Lipide in Verbindung mit dem Schweiß aufrechterhalten werden. Kommt es in diesem Regelmechanismus zu Störungen, wie zum Beispiel im Alter oder bei diabetesassoziierter Neuropathie durch die nachlassende Schweißsekretion und veränderte Zusammensetzung der Hautfette, kann die ausgetrocknete Epidermis einreißen und zu schmerzhaften Rhagaden führen. Diese treten besonders häufig an den Fersen auf.

Da bis zu 80 % der Diabetiker unter hydrolipidarmer Haut leiden und Läsionen infolge trockener Haut zu Infektionen bis hin zum Diabetischen Fußsyndrom führen können, gehört die Pflege trockener Fußhaut zu den wichtigen Lernzielen bei der Diabetiker-Beratung. Empfohlen wird eine Pflegegrundlage mit einem Lipidgehalt von mindestens 20 %. Wassereinschluss durch Okklusion mittels lipidreicher Externa zu erzielen, ist also bei der Pflege trockener Fußhaut ein durchaus erwünschter Effekt. Dies gilt auch für die diabetische trockene Haut.

Herzliche Grüße
Ihre Katrin Arnold-Nagler

Quelle: Prof. Dr. med. Wolf-Ingo Worret


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19.01.2018 Praxis

Längst hat sich das Berufsbild der Podologin von der klassischen Fußpflege hin zum medizinischen Assistenzberuf entwickelt. Dabei umfasst die Podologische Therapie das verletzungsfreie Abtragen bzw. Entfernen von krankhaften Hornhautverdickungen, das Schneiden, Schleifen und Fräsen von krankhaft verdickten Zehennägeln sowie die Behandlung von Zehennägeln mit Tendenz zum Einwachsen. Ziel ist die Wiederherstellung, Verbesserung und Erhaltung der physiologischen Funktion der Haut und Zehennägel.

Verordnungsfähig ist die Podologische Therapie nur dann, wenn ein diabetisches Fußsyndrom mit Neuropathie und/oder Angiopathie ohne Hautdefekt (Wagner-Stadium 0, d. h. ohne Hautulkus) vorliegt.

Die Behandlung von Hautdefekten und Entzündungen (Wagner Stadium 1-5) sowie von eingewachsenen Zehennägeln ist eine ärztliche Leistung. Sie kann zwar nicht per Verordnung an die Podologin delegiert werden, aber eine Empfehlung in unsere podologische Praxis ist in jedem Fall sinnvoll und nützlich.

Das Gleiche betrifft die Spangenbehandlung (Orthonyxiespange). Auch sie kann nicht auf ärztliche Verordnung, wohl aber auf ärztliche Empfehlung von uns durchgeführt werden.

Herzliche Grüße
Ihre Katrin Arnold-Nagler


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Bei der Nagelspangenbehandlung müssen die Krankenkassen die Kosten in Einzelfällen bei einem Systemversagen auch für einen staatlich geprüften Podologen übernehmen. Diese Grundsatzentscheidung hat der 9. Senat des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg (LSG BB) bekannt gegeben (Az.: L 9 KR 299/16).

Den Richtern des 9. Senats zufolge ist die Nagelspangenbehandlung eine ärztliche Leistung. Stehe im Einzelfall fest, dass die Behandlung medizinisch notwendig sei und dass kein Arzt die Leistung erbringen könne oder wolle, liege ein „Systemmangel“ vor. „Der Versicherte darf die Leistung dann von einem staatlich geprüften Podologen erbringen lassen und kann von der gesetzlichen Krankenkasse Kostenerstattung beanspruchen“, urteilte der Senat. Anspruch auf Versorgung mit Leistungen der medizinischen Fußpflege besteht nach geltendem Recht ansonsten grundsätzlich nur beim diabetischen Fußsyndrom.

Im vorliegenden Fall litt eine gesetzlich krankenversicherte Frau unter einem chronifiziert eingewachsenen Zehennagel. Medizinisch notwendig ist in diesem Fall die Behandlung mit einer individuell gefertigten Nagelkorrekturspange. Dabei handelt es sich um einen aus Draht oder Kunststoff konstruierten Bügel mit Haken und Ösen, der unter dem freien Nagelrand angebracht wird und in längerer Prozedur den Nagel in seine ursprüngliche Form heben soll. Nach Anlegen der Spange muss ihr Sitz wiederholt angepasst werden.

Die Patientin fand jedoch keinen Arzt, der diese Behandlung erbringen konnte oder wollte. Weder Krankenkasse noch Kassenärztliche Vereinigung (KV) konnten dem Gericht zufolge einen ärztlichen Leistungserbringer benennen. Daraufhin begab die Klägerin sich in die Behandlung einer medizinischen Fußpflegerin, die die Nagelkorrekturspange anlegte und ihren Sitz laufend regulierte.

Quelle: aerzteblatt.de


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Bei jungen Menschen kann hinter einem vermeintlichen Typ-1-Diabetes auch ein MODY-Diabetes stecken. Die Diagnose ist wichtig, weil Betroffene meist kein Insulin brauchen und mit Diät und oralen Antidiabetika behandelt werden können.

Erkranken junge schlanke Menschen an Diabetes, lohnt es sich, auch seltenere Diabetesformen in Erwägung zu ziehen. Nach Schätzungen haben zwei bis fünf Prozent der Zuckerkranken den „maturity onset diabetes of the young“ (MODY), in Deutschland wäre also von bis zu 300.000 Betroffenen auszugehen, wie Dr. Felix Flohr von den ViDia Christliche Kliniken Karlsruhe beim DGIM-Kongress in Mannheim berichtet hat.

Der Diabetologe hat einen typischen Fall vorgestellt: Eine 18-jährige schlanke Frau (BMI 21,5) hatte sich 2010 mit einem sehr hohen Blutzucker vorgestellt. Schon Mutter, Großvater und Urgroßvater waren an Diabetes erkrankt, und sie habe daher häufiger selbst ihren Blutzucker mit dem Gerät ihrer Mutter gemessen. Ihr HbA1c lag damals bei 9,7 Prozent. Und zunächst wurde sie mit der Diagnose eines Typ-1-Diabetes auf Insulin eingestellt.

Allerdings: Diabetes-typische Antikörper ließen sich nicht nachweisen, ein humangenetischer Test ergab eine Mutation im HNF1A-Gen. Das kennzeichnet MODY-Diabetes Typ 3, die mit 60 Prozent Anteil häufigste MODY-Diabetes-Form. Die Patientin wurde daraufhin auf eine orale Therapie mit Glimepirid eingestellt und ihr HbA1c sank auf 6,5 Prozent. MODY-Diabetes Typ 3 hat einen progredienten Verlauf, es sind Spätschäden möglich und ein weiteres Kennzeichen ist eine renale Glukosurie. Generell sollte an MODY gedacht werden, bei jungen schlanken Patienten (unter 25 Jahre) mit positiver Diabetes-Familienanamnese, die Antikörper-negativ sind. Typisch ist auch ein schleichender Beginn der Krankheit, und es gibt keine Ketoazidose. Wegen häufig milder Verläufe kann die Familienanamnese auch unauffällig sein, weil der Diabetes nicht erkannt wurde. Auch könne die Krankheit erstmals als Gestationsdiabetes durch einen oralen Glukose-Belastungstest auffallen. Zur Therapie werden Sulfonylharnstoffe empfohlen, auch weil es mit anderen Antidiabetika bisher keine Erfahrungen gibt, berichtete Flohr.

Weil sich der MODY-Diabetes auch an anderen Organen als dem Pankreas manifestieren kann, sei eine Sonografie des Abdomens zu empfehlen. Der Diabetologe hat dies am Beispiel der jungen Frau erläutert. Nach fünf Jahren wollte sie wegen Kinderwunsch auf eine striktere Therapie eingestellt werden. Wegen mangelnder Compliance hatten ihre HbA1c-Werte nämlich zwischen 7 und 9 Prozent geschwankt. Bei der Umstellung auf eine intensive Insulintherapie (ICT) fanden sich dann bei einer Ultraschall-Untersuchung multiple hypervaskularisierte Leberadenome bis 5 cm Größe. Eine Biopsie ergab keine maligne Entartung. Nach Angaben von Flohr gehen ein Drittel aller Fälle von Leberadenomen auf Mutationen im HNF1A-Gen zurück. Betroffen sind fast immer Frauen unter oraler Kontrazeption. Die Adenome hätten ein geringes Einblutungs- und Entartungsrisiko. Auch seine heute 25-jährige Patientin sei asymptomatisch und mit einer ICT gut eingestellt (HbA1c 6,9 Prozent). Ein Kinderwunsch bestehe aktuell nicht mehr. Die orale Kontrazeption habe sie allerdings eingestellt, weil dadurch das Adenom-Wachstum begünstigt wird. Sie wird jetzt regelmäßig zur Verlaufskontrolle untersucht.

Quelle: Aerzte Zeitung


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02.08.2017 Praxis

Hornhaut an den Füßen

Die Bildung von Hornhaut zählt zu den häufigsten Fußproblemen überhaupt. Sie entsteht zum Schutz der Fußhaut und wird durch trockene Haut und eine gestörte Hautbarriere begünstigt. Besonders häufig tritt sie im Bereich der Fersen, Ballen und an den seitlichen Fußrändern auf.

Hornhaut entfernen

Obwohl die Bildung von Hornhaut eine natürliche Funktion des Körpers ist, wird diese aus den verschiedensten Gründen entfernt. Sie wird meist als störend und unästhetisch empfunden und kann je nach Ausprägung auch zu gesundheitlichen Problemen führen, wie z.B. Risse, Schrunden oder Fußpilz.

Ursachen für die Entstehung

Die Entstehung von Hornhaut kann verschiedenste Gründe haben. Starke Beanspruchung durch langes Stehen und Gehen, Druck und Reibung durch ungeeignetes Schuhwerk oder Fußfehlstellungen gehören zu den häufigsten Ursachen. Aber auch Übergewicht kann dazu beitragen. Eine falsche Gangart ausgelöst durch erhöhtes Körpergewicht kann zu einer deutlich stärkeren Belastung der Füße führen – Hornhaut wird gebildet.

Professionelle Behandlung und Beseitigung

Zur professionellen Vorbeugung, zum Hornhaut beseitigen und pflegen bieten wir Ihnen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten: Mit dem Hornhautweicher lassen sich verhornte Hautpartien optimal erweichen und so auf die anschließende Fußpflege vorbereiten. Zum Entfernen der überschüssigen Hornhaut eignet sich eine apparative Behandlung mittels eines Lochdiamanten und anschließender Nachbearbeitung mit der Hornhautfeile. Optimale Pflege trockener, fett- und feuchtigkeitsarmer Haut wird durch eine Fußcreme mit 15% Urea erzielt. Der hohe Anteil Urea beugt zudem die Neubildung von Hornhaut effektiv vor.


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31.05.2017 Praxis2

Obwohl wir schon seit dem 3. April diesen Jahres täglich Rat- und Hilfesuchende Fuss-Patienten versorgen, haben wir heute bei herrlichem Frühsommerwetter und einer erfrischenden Ostseebrise unsere Podologische Praxis mit einem kleinen Sektempfang offiziell eröffnet.

Wir danken all unseren Gästen für Ihre Glückwünsche und Ihre Blumengrüße ganz herzlich!

Besonders haben wir uns über den Besuch des Heringsdorfer Bürgermeisters, Herrn Lars Petersen, sowie einigen interessierten Fachärzten aus Ahlbeck und Heringsdorf gefreut.

Mit der heutigen Praxiseinweihung möchten wir all unseren Geschäftspartnern, Kollegen und Freunden Danke sagen für ihre bisherige Begleitung und Unterstützung. Zugleich soll sie der Startschuss sein für eine weiterhin gute, erfolgreiche und auf Respekt und Vertrauen basierende Zusammenarbeit.

Über den Besuch von Herrn Petersen (Bürgermeister Heringsdorf) und Herrn Speck (Geschäftsführer WOG) haben wir uns besonders gefreut.
Podologin Katrin Arnold-Nagler in ihrem neuen und sehr modern eingerichteten Behandlungsraum
Lieber Besuch von der apoBank Rostock: Filialleiter Andreas Henning und Kundenberater Stefan Sengebusch

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26.04.2017 Praxis

Seit dem 3. April gibt es nun endlich eine podologische Praxis in den Kaiserbädern der Insel Usedom. In unserer diabetologischen Schwerpunktpraxis für MEDIZINISCHE FUSSPFLEGE erwartet Sie ein freundliches Team unter der Leitung von Podologin Katrin Arnold-Nagler. Am Besten, Sie vereinbaren noch heute einen Termin.


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